Uranmunition (Depleted Uranium)

Depleted Uranium (DU) ist ein Abfallprodukt aus der zivilen Kernkraft. Forscher haben entdeckt dass dieser Stoff hart genug ist um Panzer zu durchdringen. Daher wurden DU-Munition und bunkerbrechende DU-Bomben entwickelt die DU enthalten. Auf diese Weise konnte ein militärischer Nutzen mit einer billige Abfallbeseitigung kombiniert werden.
Die Folgen des Einsatzes von DU-Waffen in den NATO-Kriegen im Irak und Jugoslawien sind noch bis heute spürbar. Der radioaktive Staub der bei der Explosion von DU-Munition entsteht ist ein großes Gesundheitsrisiko für die ansässige Bevölkerung. Bis heute beklagen Ärzte in den betroffenen Gebieten extrem hohe Krebsraten und Fehlbildungen bei Neugeborenen, die man ansonsten nur aus Tschernobyl kennt. Forschungsstudien von Miller haben den ersten direkten Beweis ergeben, dass Strahlung von DU-Munition die Chromosomen in Zellkulturen schädigt. Andere Studien weisen auch in diese Richtung. Doch trotzdem wird diese Art von Munition weiterhin eingesetzt.

Verantwortlich: Ioannis Alexiadis


Politisch-Militärisch-Industrieller-Komplex  


Literatur:

World Health Organization: Depleted uranium: sources, exposure and health effects, 2001.

Miller, Alexandra C., et al: Depleted uranium-catalyzed oxidative DNA damage: absence of significant alpha particle decay. Journal of inorganic biochemistry 91.1, S. 246-252, 2002.

Blumenthal, Gert. "Niedrigdosenstrahlung–Tschernobyl–Uranmunition. Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät, S. 156-159, 2003.

Günther, Siegwart-Horst: Uran-Geschosse: Schwergeschädigte Soldaten, missgebildete Neugeborene, sterbende Kinder. Ahriman-Verlag, 2000.

Wagner, Frieder: Uranbomben. Homilius, 2010.


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