Bedrohte Arten

Bienensterben

Zum Bienensterben leisten unterschiedliche Ursachen ihren Beitrag. Verstärkter, weltweiter Handel und Transport von Gütern, ermöglicht für Bienen gefährliche Krankheiten und Parasiten, sich weltweit auszubreiten. Die abnehmende Biodiversität und der Anbau Monokulturen schwächen die Bienen zusätzlich, indem sie zu einer einseitige Ernährung führen. Schließlich schaden Pestizide nicht nur Schädlingen sondern auch Pflanzen und Bienen. Vor allem Neonicotinoide, die in Insektiziden enthalten sind, werden laut jüngsten Studien mit dem Biensterben in Verbindung gebracht.
In letzten Jahrzehnten wurden verschiedene Ursachen für das Bienensterben identifiziert, wie Nosema, Varroa Milben bzw. durch Milbenstiche übertragene Viren, oder auch das Phänomen der colony collapse disorder (CCD), wobei weitere Parasiten und Krankheiten in Zukunft zu erwarten sind.

Verantwortlich: Ioannis Alexiadis


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Literatur:

Böttcher, F K: Bienensterben durch Schädlingsbekämpfung. Angewandte Chemie 50.3, S. 81-84, 1937.

de Bruine, Arjan; Blacquière, Tjeerd: Vielzahl von Faktoren beeinflusst Bienensterben (Interview mit Tjeerd Blacquière). EFM: European Fruit Magazine, S. 18-19, 2010.

Flügel, Hans-Joachim: Von COLUMELLA bis CCD–das Bienensterben im Wandel der Zeit (Hymernoptera: Apidae). Entomologische Zeitschrift 125, S. 27-40, 2015.

Woodcock, Ben A., et al.: Impacts of neonicotinoid use on long-term population changes in wild bees in England. Nature communications 7, 12459, 2016.